Das KZ-Außenlager Dachau-Allach

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Lagerauf- und Ausbau 1942 - 1943


Geplant für ca. 3.200 KZ-Häftlinge, entstanden von Herbst 1942 an auf einem Ackergelände östlich der Dachauer Straße, Wege, Brücken, Kanalisation sowie 18 Wohn- und 6 Sanitärbaracken. 1)  Das Lagerareal hatte anfangs eine Grösse von 6,25 ha und war 255 Meter breit und 230 Meter lang. 4)  12 der 18 „Pferdestallbaracken“ wurden ab Mitte Februar 1943 vom Kommando BMW-Bau- und Fertigung als KZ-Baracken genutzt. Sechs Baracken davon erhielten ab August 1943 Betonfussböden. Bis dahin bestanden die Fußböden aus gestampftem Lehm. 2) Dies bedeutete für die Häftlinge, dass sie bei Trockenheit im Staub erstickten und bei Nässe im Schlamm wateten. Bis Frühjahr 1944 marschierten die KZ-Häftlinge vom Lager über die Feldmochinger Straße durch das BMW-Wohnlager Ludwigsfeld zum BMW-Flugmotorenwerk. Während diese Zeit entstanden die Brücken über das Schwabenbächl und die Dachauer Straße. Danach erfolgte der Zugang über einen eigenen Weg zum BMW-Betriebsgelände. Um jedwede Flucht zu verhindern, wurde der Zugang zum Werk mit Maschendrahtzaun („Hühnerkäfig“) gesichert. Die Bewacher liefen mit ihren Hunden ausserhalb des Zauns. Hintergrund für diesen Wegbau war der Personalmangel bei den SS-Wachmannschaften. Zweimal täglich marschierten die Häftlinge diesen Weg in Fünferreihen. Alle 18 Baracken hatten ein Maß von ca. 10 x 41 Meter und waren bis Dezember 1943 mit über 4.000 KZ-Häftlingen belegt worden. Auf 400 m2  hausten bis zu 250 Mann. 3) An ihren beiden Enden befand sich jeweils eine Kammer für die Funktionshäftlinge (Barackenältester, Schreiber) und den Kapo. Beide Räume hatten jeweils ein Fenster, der Großraum in der Mitte nur verglaste Oberlichter mit Drahtgitter.5)  Der Zugang war nur einseitig über ein Flügeltor möglich. Die Beheizung des Großraums in den „Pferdestallbaracken“ erfolgte über nur einen Ofen. Die Kapokammer und der Wohnraum der Funktionshäftlinge hatten eigene Öfen. Nachts wurden die Baracken abgeschlossen, für die Notdurft in der Mitte des Großraums Fässer aufgestellt. Die Sanitäreinrichtungen befanden sich außerhalb, zwischen den Baracken. Sechs Sanitärbaracken mit 468 Waschplätzen und 128 Aborten standen bis zur 1. Lagererweiterung ab Mai 1944 für ca. 4.450 KZ-Häftlinge zur Verfügung. Die Häftlinge schliefen auf zweistöckigen, zum Teil durchgehenden Pritschen auf Papier-Strohsäcken. „Es gab genug Ritzen, durch die man hindurch sehen konnte, wie das Wetter war. Im großen Raum musste tagaus und tagein Licht brennen, weil kein Tageslicht hinein kam. An den Wänden standen die Betten zweistöckig hintereinander und in der Mitte standen Tische und Bänke [in] einer Reihe. Die Baracken waren nach nationalen Gruppen belegt. In der Nacht wurden die Bänke auf die Tische gestellt, weil für die drei großen Kübel Platz gemacht werden musste. In der Nacht durfte keiner den Block verlassen, denn sonst wurde gleich geschossen.6)

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